Marktanalyse November 2019

Marktlage

Der Turnaround im Gesamtmarkt macht weiter gute Fortschritte. Die Leader-Indizes erreichen neue Höchststände, aber auch die Follower-Indizes haben wichtige Kursmarken erreicht. Zum Jahreswechsel könnte der Turnaround erfolgreich abgeschlossen werden.

Aufgrund der guten Entwicklungen der letzten Wochen ist aber das Rückschlagsrisiko deutlich gestiegen. Die meisten Indizes stehen an der oberen Trendrangebegrenzung. Das Gesamtmarktrisiko ist daher zurzeit hoch.

Marktinformationen

Neben weiterer Kurssteigerung konnten Underperformer wie der DAX, der Nikkei und auch der Hangseng Boden gut machen. Der Hangseng erreichte eine 12 Monats-Stabilisierung. Der Nikkei konnte wie der Dax den Abwärtstrend brechen und erreichte ein neues Jahreshoch.

Der Dax konnte bei 12500 einen wichtigen Widerstand überwinden und auf ein neue Jahreshoch bei ca. 13000 klettern. Das Kurspotentials ist aber nun fast erschöpft und das wahrscheinliche Risiko bis 12500 vorhanden. Das maximale Risiko geht im neuen Aufwärtstrend bis 11500.

Performance KW43

In dieser Performance-Analyse konzentriere ich mich auf die Out- und Underperformer im Tecdax.

Der Tecdax-Index befindet sich im Abwärtstrend und wird weiterhin durch das positive Momentum gestützt. Relativ zu anderen Indizes stufe ich den Tecdax als Underperformer ein. Der Abwärtstrend des Index spiegelt auch die relativ schlechte Lage der einzelnen Tecdax-Aktien wieder.

Zu den klaren Outperformern in diesem Marktsegment zählen zurzeit die Deutsche Telekom, Freenet, ISRA, RIB Software und Bechtle.

Auffällig ist, dass vor allem Wachstumsaktien wie CarlZeiss, Cancom, Evotec, New Work oder Qiagen alle einen negativen Trend aufweisen. Der Tecdax-Index wird daher stark ausgebremst. Dagegen entwickeln sich Turnaroundaktien deutlich stabiler.

Ein weiterer Grund für die unterdurchschnittliche Tecdax-Entwicklung ist der Absturz zahlreicher Tecdax-Aktien in den letzten drei Monaten.

Aktie Zeitpunkt Verlust
Drillisch Ende Okober 25%
Compugroup Anfang August 25%
Evotec Mitte August  25%
New Work

Mitte August

20%
Pfeiffer Mitte September 20%
Qiagen Anfang Oktober 20%
United Internet Ende Oktober 20%
Wirecard Mitte Oktober 20%

Positiv bleibt festzuhalten, dass die meisten dieser Aktien nach dem Absturz auf dem niedrigen Niveau sich relativ stabil entwickeln.

Interessant bleibt die Frage, ob diese Abstürze die Vorboten eines TecDax-Crashs sind oder die Anleger bei den im Vorwege stark performten Aktien lediglich eine Abwertung vorgenommen haben.

Performance KW42

Bedingt durch die aufkeimende Hoffnung auf eine bevorstehende Brexit-Lösung und durch Fortschritte im Handelsstreit zwischen USA und China hat der Aktienmarkt eine sehr erfolgreiche KW42 hinter sich, in der viele Indizes die Grenzen des kurzfristigen Potentials erreicht haben.

Das Momentum im Gesamtmarkt zieht wieder deutlich an. Die Marktschwäche Anfang Oktober scheint überwunden zu sein. Leader dieser Entwicklung sind vor allem USA und Deutschland bzw. generell Europa.

Die Marktschwäche Anfang Oktober hat den Gesamttrend etwas gestört, aber insgesamt hält der Trend. Negativ fällt zurzeit Biotech und Energy auf, die den Gesamtmarkt nach unten ziehen.

Die Technologiemärkte Nasdaq und TecDax werden zurzeit durch ein positives Momentum gestützt. Während der Tecdax sich noch in einem Abwärtstrend befindet konnte die Nasdaq sich stabilisieren. Das CRV zeigt zurzeit ein erhöhtes Risiko.

Marktanalyse Oktober 2019

Marktlage

Seit den Jahrestiefs im Dezember 2018 befinden sich die Märkte weiterhin in einem laufenden Turnaroundprozess.  Während im letzten Jahr Asien und auch die BRIC-Länder negativen Einfluss auf den Gesamtmarkt ausübten sind es dieses Jahr vor allem die BRIC-Länder als Marktoutperformer, die den Gesamtmarkt mit einer überdurchschnittlich positiven Entwicklung stützen. In den Branchen ziehen besonders die Versorger, Telekommunikation und Healthcare den Markt nach oben, während Biotech und Energy die Gesamtentwicklung bremsen.  

Deutschland: Dax und Tecdax im langfristigen Abwärtsrend mit viel Potential nach unten bis zu den Jahrestiefs oder sogar noch darüber hinaus. Neben Hongkong und Japan gehören die beiden Indizes zu den Underperformer-Märkten, die den Gesamtmarkt nach unten ziehen.

USA: Dow Jones und Nasdaq als Marktperformer in Turnaroundphase nach den Jahrestiefs Ende 2018, in der bereits neues Jahreshochs erreicht wurden und sich ein neues langfristiger Aufwärtstrend ausbildet. Auch hier ist das Potential nach unten aber mit ca. 15 % bis zum unteren Trendkanal recht groß.

Die Marktampel zeigt, dass dass insgesamt zurzeit ein Tradingmarkt vorliegt, in dem das CRV aufgrund der positiven Entwicklung 2019 negativ bis neutral ist.

Die Nasdaq (NSD) bildet etwa den Marktdurchschnitt während der Tecdax dem Gesamtmarkt hinterherläuft.